Wie können Gesundheitsrituale gestaltet werden?

Atemnot kann mit kontrollierter und ruhiger Atmung entgegen gewirkt werden. „Odem“ ist ein medizinisches Inhalationsgerät zur Anwendung bei Atemwegserkrankungen sowie zur Kräftigung der Atemwege und Stärkung des Immunsystems. Während der Inhalation mit „Odem“ werden Benutzer*innen dazu angehalten, sich voll und ganz auf den eigenen Atemrhythmus zu konzentrieren und dabei zu entspannen. Dadurch können Medikamentedosen reduziert werden. Zudem steigert der meditative Prozess auch die Selbstwirksamkeitserfahrung und das persönliche Wohlbefinden.

„Odem“ ist modular aufgebaut und besteht aus drei Teilen. Die schwarze flexible Matte dient der hygienischen Aufbewahrung und Desinfektion des Inhalationstuches nach der Anwendung. Das in der Aufbewahrungsmatte eingerollte Tuch mit integrierter Membran speichert und vernebelt die Inhalationslösungen. Es wird zum Inhalieren auf das Gesicht gelegt und bedeckt zum Zwecke der Entspannung auch die Augen. Der Ring aus Bronze dient als Mund-Nasen-Abdeckung sowie zur Energieversorgung für die Verneblungsmembran. Nach der Inhalation versorgt der Ring die schwarze Matte mit Strom und die Desinfektion mittels UV-C Licht beginnt.

Prozess

Product graphic of the Odem inhalation device

Inhalieren mit Achtsamkeit

Porzellanschalen mit Wachsbemalung

Das „Rainbow“ Porzellan-Service besteht aus verschiedenen Schalen unterschiedlicher Größen. Für die Herstellung wurden die handgefertigte Urformen mittels Schlickerguss zu einer limitierten Auflage vervielfältigt. Nach dem Schrühbrand wurden die Schalen mit Wachsmalstiften von Hand bemalt. Die lebendigen Linien in variierenden Stärken spielen mit der Schalen-Silhouette. Nach dem Glasurbrand erzeugt die Wachsbemalung eine reizvolle haptische Oberfläche. Jede „Rainbow“ Bowl ist ein Unikat.

Prozess

Painting the porcelain bowls

Rainbow Bowls

Rainbow bowl glaze detail
Stacked rainbow bowls
Single rainbow bowl
Stacked rainbow bowls
Rainbow Bowls

Wie kommt eigentlich der Staub oben auf unsere Schränke?

Putzen ist schon längst nicht mehr das bloße Entfernen von sichtbarem Schmutz und Unordnung, sondern die Metaebene des Putzens, die Hygiene, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Staub verteilt sich durch Luftzirkulationen im Raum. Dadurch landen nicht nur die größeren Flusen oben auf den Schränken, sondern auch die mikroskopisch kleinen Feinstaub-Partikel, verteilen sich somit überall. Bedenklich für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ist, dass die Schadstoffbelastung in Innenräumen durch mangelnde Verdünnungseffekte meistens deutlich höher ist als draußen.

„Wadan“ ist ein autonom schwebendes Luftfiltrationssystem. Die Ballonhülle besteht aus einem Smart Textil, welches durch elektrostatische Anziehung die Staubpartikel im Inneren festhält. Kann kein Staub mehr gesammelt werden, landet „Wadan“ vor der Waschmaschine und die Ballonhülle wird zum Reinigen einfach gewaschen.

Prozess

Product rendering of the flying air purifier and illustration of how it works.

Staubsaugen 2030

Flying vacuum cleaner
Detail view of the flying vacuum cleaner
Detail view of the flying vacuum cleaner
Detail view of the flying vacuum cleaner

Bei 1200° Grad ist Glas flüssig wie Honig.

Ob als Trinkglas, Fensterscheibe oder als Display für das Smartphone, Glas begegnet uns jeden Tag in seiner industriellen Perfektion. Es besticht durch seine hohe Transparenz und Lichtdurchlässigkeit, ist hart, spröde und zerbrechlich. Doch physikalisch betrachtet ist Glas ist eine erstarrte Flüssigkeit. In Anlehnung an die jahrhundertealte Herstellung venezianischer Fadengläser soll mit Hilfe eines weitläufigen grafischen Rasters im Material das Wesen von Glas sichtbar gemacht werden. Hierfür wurden traditionell hergestellte Glasstäbe, transparent und mit neongrünem Farbkern, im Rhythmus angeordnet und zu Glasscheiben miteinander verschmolzen. In einen weiteren Fuising-Prozessschritt wurde eine Verzerrung des Rasters herbeigeführt.

Prozess

Two glassmakers make glass threads

Einfach Fadenglas

Melted glass
Melted glass
Melted glass
Melted glass

Soft Robotic Designstudie

Durch generative Fertigungsverfahren eröffnen sich nahezu grenzenlos erscheinende Möglichkeiten der Formgenerierung und der materialbasierten Gestaltung. Im Kontext der neuen Rapid-Technologien wurden im Rahmen einer Designstudie mögliche neue Potenziale für ein Formgedächtnis-Polymer erforscht. Das belastbare Polymer besitzt die Eigenschaft, reversibel verformbar zu sein. Durch moderate Erwärmung wird eine aus diesem Material hergestellte Form weich und flexibel. Nach vorheriger Deformierung nimmt das intelligente Material durch erneute Erwärmung seine ursprünglich einprogrammierte Form selbständig wieder ein. Eine auffächerbare Struktur verleiht dem Material zusätzliche Funktionalität. Manipulative Eingriffe in den digitalen Formgenerierungsprozess ermöglichen es, die Richtung des Auffächerns zu beeinflussen. In Verbindung mit einem pneumatischen System, das im Inneren der Struktur platziert wird, können so z.B. Greifbewegungen ausgeführt werden. Betrachtet man das Zusammenspiel aus intelligentem Material, pneumatischen System und funktionaler Struktur als Einheit, sind so Anwendungen im Bereich der Soft-Robotik-Entwicklung denkbar.

Prozess

From Next Frankfurt am Main, Additive Manufacturing Fair 2018

Weich, aber kein Softie

Detail of soft robot structure
Detail of soft robot structure
Soft robot prototypes

Flächen sind grundlegendes Element fast aller Objekte und Gegenstände.

Flächen können dick oder hauchdünn sein, eben,geknickt, einfach oder zweifach gekrümmt. Zu Flächenverbänden verknüpft, gehen aus diesen basishaften Zuständen komplexe Formen und Strukturen hervor. Eine grafische Behandlung geometrisch definierter oder amorpher Körper kann durch Netzbildungen erfolgen. Helligkeits- bzw. Farbkontraste dienen als Schlüsselelement der Figur-Grund-Beziehung. Die Darstellung als Netzgefüge ist hilfreich, um Formveränderungen nachvollziehbar zu visualisieren und oder einem Betrachter über den systematischen Prozess einer Ordnungsvorstellung zu informieren. Auf Basis dieser theoretischer Auseinandersetzung sowie der ergänzenden computerbasierenden Modellierung von Freiformflächen und Körpern, wurden die gewonnenen Erkenntnisse auf keramische Objekte frei übertragen. Hierzu wurde plastische Tonmasse zu Platten ausgerollt und mittels keramischer Fügetechniken zu dreidimensionale Körper aufgebaut. Nach dem Schrühbrand wurden vielfarbige Netzvariante mit speziellen Wachsmalstiften auf die Objekte gezeichnet. Die hydrophobe Wachsbemalung erzeugt durch die dicke weiße Glasur eine ausdrucksvolle Habtik.

Prozess

Ceramic objects during glazing

Keramische Objekte

Komposition der keramische Objekte
Detail view of the ceramic
Ceramic object painted with colorful lines
Ceramic object painted with colorful lines
Detail view of the ceramic

Prozess

Lemon under the microscope

Fruit Ninja